
– ein Kommentar von Patrick Jetzer von Aufrecht St. Gallen
Noch ist in den Nachrichten meist nur von möglichen Engpässen die Rede. Keines unserer Medien wagt, das Kind tatsächlich beim Namen zu nennen. Das öffentliche Leben läuft ziemlich normal weiter – trotz steigender Energiepreise und erhöhter Spritpreise. Doch im Hintergrund verdichten sich Entwicklungen, die auf eine tiefgreifendere Krise hindeuten könnten. Da kommt etwas auf uns zu, und es scheint, als wolle man es nicht wahrhaben. Ich erinnere an die Phase kurz bevor die Corona-Maßnahmen begannen.
Ein kurzer Überblick über die energierelevante Zerstörung:
Die Energieinfrastruktur Irans wurde vermutlich zu 50 % zerstört, dazu zahlreiche Raffinerien in Kuwait. Etliche Öltanker wurden in Brand gesetzt. Dieser Schaden kann nicht in kürzester Zeit behoben werden – auch wenn morgen Frieden herrschte. Die Zerstörung schreitet weiter voran, es wird also noch schlimmer. Bereits jetzt wurde die globale Produktion durch diese Zerstörungen um 11 % reduziert. Die Straße von Hormus macht etwa 20 % der Handelswege aus. Die globale Versorgung ist dadurch um 20 bis 30 % zurückgegangen.
So sieht es derzeit aus, auch wenn dies noch nicht drastisch spürbar ist. Es wird gleich klar, weshalb die Auswirkungen erst verzögert zu erfahren sind.
Der Energie-Lockdown ist da. Wer sich des Themas annimmt, stößt auf genau diese Bezeichnung. Er ist vorbereitet, und Stufe 1 des 4-stufigen Plans läuft bereits:
1. Strategische Reserven werden angezapft. Staatliche Subventionen und Interventionen in Form von Preisdeckelungen werden umgesetzt.
Deshalb merken wir aktuell die Auswirkungen der Energiezerstörung noch nicht in ihrem vollem Ausmaß! Die weiteren Stufen sehen wie folgt aus:
2. Tempolimits senken, Homeoffice fördern, autofreie Tage und Fahrverbote einführen, Carpooling unterstützen. Die Industrie wird gesteuert, Priorität liegt auf Energie, Lebensmitteln und Chemie. Die höheren Preise sollen ebenfalls den Verbrauch senken.
3. Rationierung von Treibstoff und Fabrikschließungen.
4. Privates Autofahren verbieten. Treibstoff nur für Polizei, Militär und Versorgung. Abschaltung ganzer Wirtschaftszweige. Homeoffice-Pflicht und reduzierte Arbeitszeiten.
Es ist leicht, sich hilflos zu fühlen: Was können wir schon tun, wenn die USA und Israel den Iran angreifen und massive Gegenwehr erfolgt?
Die Schweiz kann mit aller Kraft zum Frieden aufrufen und wirken.
Sie können aufmerksam und kritisch bleiben. Vielleicht muss die Energie aus Mangel eingeteilt werden. Es darf seitens Politik und Behörden jedoch keine Unfug-Maßnahmen geben!
Zeigen wir, dass wir aus der letzten Krise gelernt haben. Die kommenden Monate könnten zeigen, wie belastbar unsere Energieversorgung – und unsere politischen Systeme – tatsächlich sind. Entscheidend wird sein, ob Transparenz, Augenmaß und verantwortungsvolles Handeln die Oberhand behalten. Denn auch in einer angespannten Lage gilt: Eine wachsame Öffentlichkeit kann dazu beitragen, dass aus einer Krise keine Fehlsteuerung und kein Kontrollverlust wird. Politik und Behörden müssen in der kommenden Energie-Krise besser handeln und Ihr wachsames Auge, lieber Leser und wenn gegeben auch Ihr Eingreifen muss dies einfordern.
Wie schätzen Sie die Lage ein: Übertreibung oder reale Gefahr?
© Beitragsbild: Patrick Jetzer (KI)
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Ich bin aber optimistisch und zuversichtlich, dass das Rumpelstilzchen überall beim Namen genannt wird und huiiii ist es weg. Das huiiiiii..............wird aber einen langen Atem brauchen, denn nichts ändert sich von heute auf morgen.
Die Agenda 2030 ist noch nicht abgearbeitet.