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23. Juni 2026 - Verbrechen ohne Grenzen: Europa und die Macht der Clans

Verbrechen ohne Grenzen: Europa und die Macht der Clans

Verbrechen ohne Grenzen: Europa und die Macht der Clans
Am Straßenrand im Norden Griechenlands, nahe der mazedonischen Grenze, verdichtet sich ein Bild, das mehr ist als eine Momentaufnahme. Es ist ein System: Tausende illegaler Migranten harren in improvisierten Lagern aus, zwischen Müll, Enge und Ungewissheit. Ihr Ziel sind Länder wie Deutschland, Frankreich oder England. Ihr Weg dorthin hingegen ist längst Teil eines globalen Geschäfts.

– Ein Artikel von M. Hikmat von Zukunft CH

Ein Reporter der Reportage «Migrants: le business de la honte (Migranten: Das Geschäft mit der Schande)» beschreibt die Lage nüchtern: «Sie halten hier seit einigen Tagen etwa tausend Flüchtlinge in diesem Notlager fest.» Ein Migrant bringt es drastischer auf den Punkt: «Wir schlafen im Dreck, im Müll. Schauen Sie, wie schmutzig es hier ist.» Was wie eine Krise aussieht, ist zugleich ein funktionierender Markt.

Das Geschäft mit illegaler Migration

Die illegale Migration nach Europa ist längst kein Ausnahmezustand mehr. Sie ist zu einem Geschäftsmodell geworden. «Die Mafias auf der ganzen Welt haben sich ins Geschäft mit der Einwanderung gestürzt», erklärt der Reporter. Im Zentrum steht ein syrischer Mann, den die Journalisten «Mohammed» nennen. Seine Aussagen sind entlarvend: «Ich habe in diesem Jahr eine Million Dollar verdient.»

Insgesamt habe er bereits «mehr als 50’000 Menschen durchgeschleust». Mohammed war einst Arzt in Damaskus. Heute organisiert er Fluchtrouten. Seine Begründung ist ebenso simpel wie zynisch: «Am Anfang habe ich es freiwillig gemacht, aber mit der Zeit wurde es zu einen richtigen Beruf.» Migration ist hier kein Schicksal mehr – sie ist Ware.

Tödliche Illusionen: Westen aus Plastik

Besonders perfide ist der Handel mit falscher Sicherheit. In Küstenstädten werden Rettungswesten an illegale Migranten verkauft, die Leben retten sollen, tatsächlich aber kaum mehr sind als Täuschung. Ein Verkäufer verspricht: «Mit dieser Weste kannst du bis zu 40 Stunden schwimmen.» Die Realität beschreibt ein Insider: «Es sind vier Schichten aus leichtem Plastik, die wie ein Schwamm aussehen.»

Der Reporter zieht ein hartes Fazit: „Diese Produkte sollen Leben retten. In Wirklichkeit sind sie nur eine Illusion von Sicherheit.» Produziert werden sie in illegalen Werkstätten, verkauft für «zwischen 8 und 10 Euro». Billig, massenhaft und im Ernstfall wertlos.

Falsche Papiere für die Route nach Westen

Neben Schleusungen und Rettungswesten gehören auch gefälschte Papiere zum System. Mohammed zeigt ein syrisches Falsifikationsdokument und erklärt: «Schau, hier hast du das Logo, hier die Unterschrift. Hier siehst du das Bild. Da ist ein Schloss in der Transparenz. Die erste Seite wurde verändert. Der Rest ist authentisch.»

Er beschreibt die Herstellung so: «Die Freie Armee (bewaffnete Oppositionsgruppe im syrischen Bürgerkrieg gegen das Assad-Regime, Anm. d. Red.) hat ganze Regionen in Syrien, wie Idlib, unter Kontrolle gebracht. Und sie hat große Mengen leerer Pässe aus diesen Verwaltungszentren geholt.» Dann ergänzt er: «Wir füllen danach die Informationen ein, wie wir wollen, und setzen den Stempel drauf.»

Der Reporter warnt, dass auch europäische Dokumente betroffen sind. Ein Grenzbeamter räumt ein: «Manchmal kommen gefälschte Papiere durch. Wir sind nicht perfekt.»

An der mazedonischen Grenze kontrollieren Polizisten die Ankommenden oft nur oberflächlich. Der Reporter stellt fest: «Die Kontrollen dauern nur ein paar Sekunden und erfolgen mit bloßem Auge.» Ein Beamter gibt zu: «Wir nehmen keine Fingerabdrücke.» Und auf die Frage, ob es möglich wäre, dass Terroristen mit falschen Papieren einreisten, sagt er: «Ich kann Ihre Frage nicht beantworten.»

Ein anderer Polizist erklärt immerhin: «Unsere Mitarbeiter wurden geschult, um diese falschen Stempel zu erkennen.» Und das zeigt Wirkung: «Hier entdecken wir etwa 60 falsche Papiere alle acht Stunden.»

Gewalt, Entführungen und Erpressung

Nicht alle Migranten sind Flüchtlinge aus Kriegsgebieten. Der Reporter sagt: «Sie werden sehen, dass unter den Flüchtlingen auch Wirtschaftsmigranten sind.» Einige von ihnen geraten auf der Route in die Hände von Kriminellen. Ein Betroffener berichtet: «Auf den Papieren steht, dass ich Afghane bin, aber in Wirklichkeit bin ich Iraner.»

Ein anderer Migrant, Karim, erzählt von seiner Entführung: Sie hätten ihm «die Nase gebrochen», «mit Schwertern geschlagen» und «mit Stromschlägen gefoltert». Die Entführer fordern Lösegeld. Karim erklärt: «Dann haben sie uns gebeten, unsere Familien anzurufen, damit sie Geld schicken.» Seine Familie zahlte schließlich 1300 Dollar. Karim sagt verzweifelt: «Ich bin losgegangen, um meiner Familie zu helfen. Und am Ende zahlen sie für mich.»

Profit am Rand Europas

Nicht nur Schleuser profitieren. Auch die lokale Wirtschaft profitiert vom Zustrom. Auf der Insel Lesbos erzählt eine Verkäuferin: «Im September waren sehr, sehr viele Leute da. Deshalb haben wir sehr, sehr viel Geld verdient.» Sie meint damit die Einkünfte, die ihr Geschäft durch die Migration erhält. Die Läden, Supermärkte und Gaststätten erwirtschaften heute das ganze Jahr deutlich mehr als früher, als sie nur während der Touristenhochsaison von einigen Monaten profitierten. Der Grund: Tausende Flüchtlinge und Migranten erreichen die Insel täglich, kaufen ein, benötigen Lebensmittel und Dienstleistungen. Ein Restaurantbesitzer sagt: «Wir wollten einen Ort schaffen, der für das steht, was diese Entwicklung bedeutet.» Und weiter: «Unsere Küche ist total syrisch, arabisch, mit einem syrischen Koch aus Damaskus.»

Doch damit nicht genug. Der Reporter berichtet von Aktionen verschiedener Reisebüros: «Sie bieten Pakete aus Boot und Bus an, um nach Athen und dann nach Skopje in Mazedonien zu kommen.» Ein Mitarbeiter eines Büros sagt versteckt in die Kamera: «Es ist gut für uns, aber nicht gut für euch. Dank Gott bekommt ihr das Problem zurück, und dann schicken wir euch nach Europa.» Migration wird zur Einnahmequelle – für Händler, Transporteure und Vermittler.

Ein Kreislauf ohne Ende

Der Reporter bilanziert: «Mit jeder Grenze, die sich schließt, entsteht ein neues Geschäft für die Schleuser.» Am Ende bleibt das Bild einer Krise, in der Schutzsuchende, illegale Migranten, Kriminelle, Händler und Behörden in einem System aus Not und Profit gefangen sind. Das eigentliche Problem liegt tiefer. Jede politische Maßnahme scheint das System nur zu verschieben, nicht zu lösen. Was entsteht, ist ein Kreislauf. Am Ende profitieren vor allem jene, die Gewalt und Migration in Geld verwandeln.

 

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© Beitragsbild: ChatGPT (KI)

 

(Dieser Artikel erschien erstmals auf der Website von Zukunft CH – HOCH2 dankt für die Erlaubnis der Veröffentlichung auf unserer Website. HIER geht es zu Erstveröffentlichung)

 

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